
och in der Schrift
wurde ebenfalls erwähnt, das sie wiederkehren würden, denn das
Böse lässt sich niemals unwiderruflich abwenden und nur ein
erneutes Bündnis des Guten kann sie stoppen, wenn ihre Kräfte
einmal entfesselt sind."
Linarus räusperte sich und Tjalf nutzte die kurze Unterbrechung, um
eine Frage zwischenzuschieben. "Die Unnennbaren? Ein Bündnis
des Guten? Was soll das heißen? Werden die Götter selbst
herabsteigen, um den Kampf auszutragen? Seid ihr sicher, das ihr die
Schriften richtig gelesen habt?" Er hustete. Die immer
wiederkehrenden Bilder des Entsetzens machten ihm zu schaffen.
"Götter! Wir haben ja mit den Dämonen nicht schon mehr als
wir vertragen können zu tun!" Seine Worte troffen vor
Sarkasmus.
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hr dürft nicht in Selbstmitleid verfallen, Tjalf Glorenjon.
Manchmal entsenden die Götter ihre Boten, sprechen durch die von
ihnen Erwählten oder kämpfen mit den Fäusten ihrer
treuesten Ergebenen. Ihr seid immer starken Glaubens gewesen, wie alle
eurer Dynastie. Behaltet euch diesen Glauben und denkt daran, nicht nur
die finsteren Gottheiten des dunklen Pfades wissen ihre Macht zu nutzen.
Wir werden nicht allein dastehen gegen die Horden der Unterwelt."
Tjalf hustete wieder. "Was macht euch da so sicher?" "Ich
habe ein höchst irdisches Zeichen göttlicher Macht an mich
bringen können, im Tempel von Minarus. In einer Stunde trifft sich
der Führungsstab, wenn ihr soweit seid, solltet ihr kommen. Ich
denke ich habe euch ganz gut wieder hinbekommen. Und noch eine gute
Nachricht habe ich euch zu bringen. Euer Bruder Johann ist mit seinen
Truppen nur noch einen guten Tagesritt entfernt. Wir werden bald
Verstärkung bekommen, so er nicht noch aufgehalten wird." Der
alte zerbrechlich wirkende Kleriker, den sein langer weißer Bart
und sein langes weißes Haar noch älter wirken ließen,
erhob sich.
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